Und blau schimmert der Horizont, während das Meer langsam meine Füße überspült. Meine Füße, die an das Meer geflüchtet sind vom grünen Land weg, dorthin, wo das Wasser sich bricht, Schaumspuren. Diese Füße, die sich nun vor der See zurückziehen. Und es liegt Staub auf dem Weg. Der Weg zurück. Vor. Auf das Land.
Warum denke ich jeden Tag über die Stoffschichten nach, die meinen Körper bedecken, warum verbringe ich ganze Nachmittage damit, mich auf die Suche nach schöneren Stoffschichten zu machen und verschwende dabei kaum mal einen Gedanken an die Zusammensetzung dessen, was meinen Körper und seine empfindlichsten, wertvollsten Organe tagtäglich durchquert? Das, was jeden Tag meinen Magen durchwandert ist mir eigentlich erschreckend egal. So lange es schmeckt, natürlich.
Weihnachten ist vorbei. Zum Glück. Ich freu mich schon auf das nächste Jahr. Ein erneutes Versinken in Traditionen, deren Sinn und Zweck mir irgendwie nicht bewusst ist und trotzdem in, die trotzdem irgendeiner Form Erfüllung bieten. Und vielleicht ist es einfach nur das: Rituale, Strukturen. Jedes Jahr wieder ein Stück Kindheit.
Die Stadt. Experimentierraum für Menschen verschiedenster Coleur. Raum für Beobachtungen und Begegnungen. Eine faszinierende Offenheit, verglichen mit dem Land, den kleinen Dörflein und den Vororten dieser Welt. Und dennnoch: Beschränkungen, immer und überall. Grenzen strukturieren unseren Alltag. Grenzen geben der Stadt ein Muster. Zeit für ein neues Fotoprojekt. Grenzziehungen. Diesen werde ich mich widmen. Unter anderem.
„Die Welt, die wir geschaffen haben, ist das Resultat einer überholten Denkweise.
—Einstein
Retake Photo. Ach, egal.
![Menschlichkeit, Gefühle. In den Dingen. In so vielen Dingen. Weil es schön ist, seine Umgebung nicht zu hassen, sondern zu mögen.
[Diese drei sind ja wohl eindeutig ein supergutes Team.]](http://24.media.tumblr.com/tumblr_m3ruhp81dc1r8tlufo1_500.jpg)
